Spaziergänge

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Die Bäderarchitektur in den Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck lädt geradezu zu Spaziergängen ein. Vorteil ist, das die drei Seebäder direkt ineinander übergehen.

Spaziergang 1 Heringsdorf – Ahlbeck
Spaziergang 2 Heringsdorf – Bansin
Spaziergang 3 Heringsdorf – Swinemünde – Heringsdorf

Spaziergang 1 – Karte

Ca. 5km, kein Schwierigkeitsgrad. Ausgangspunkt ist die Seebrücke in Heringsdorf, Landseite. Ca. vier Kilometer flanieren Sie durch das Seebad Heringsdorf in Richtung Ahlbeck. Entlang der Delbrückstraße können Sie einen ersten Einblick in die großen Grundstücke der Villen erhaschen, auf dem Rückweg sehen sie diese dann von der repräsentativen Seeseite aus. Die Villa Staudt, die neu geschaffenen Delbrück-Villen, die Residenz Bleichröder. Imposant erhebt sich das Steigenberger Hotel. Zwischen Liehr- und Puschkinstraße wechseln sich hochwertig sanierte Villen und Townhäuser ab. An der Grenzstraße wechseln sie nach Ahlbeck. Die Goethestraße beherbergt viele Villen und Häuser mit Ferienappartments. Zwischdurch gibt es leider immer noch die eine oder andere Ruine – Häuser, die aus welchem Grund auch immer, leider bis heute ungenutzt bzw. unnutzbar sind. An der Ecke Seestraße in Ahlbeck tauchen sie in die „Innenstadt“ von Ahlbeck ein. Machen Sie eine Pause. Trinken sie eine Tasse Tee oder Kaffee. Futtern Sie ein Fischbrötchen, bevor es wieder zurück geht, nach Heringsdorf.

Orientieren Sie sich zur Ostsee und halten sich an der Promenade links. Es geht züruck nach Heringsdorf. Immer gerade aus. Vorbei an den Villen mit Ferienappartments. Ab der Zusammenführung von Fuß- und Radweg (Ecke Grenzstraße) können Sie die schönen Villen der Bäderarchitektur des frühen zwanzigsten Jahrhunderts bewundern. Das heutige Hotel Aurelia, die Jugendherberge, das Schweizer Haus, die Villa Caprivi in Heringsdorf, die Villa Auguste, die Residenz Bleichröder mit dem Bogenschützen im Park und dann, mein Favorit: die Villa Oppenheim. Kurz vor Ende des Sapzierganges flanieren sie an der Villa Staudt mit der Büste des Kaisers und die Villa Oechsler vorbei.

Spaziergang 2

Ca. 5km, ein Anstieg für ca. 500m (umlaufbar), keine weiteren Schwierigkeiten. Der Vorplatz der Seebrücke Heringsdorf ist erneut Ausgangspunkt für einen schönen Spaziergang – nun Richtung Bansin. Unmittelbar vor dem Betonklotz links (Modegeschäfte, Tapas-Bar, erste Etage: Outlet) sollten Sie sich versuchen in die Zeit der 40-er Jahre des letzten Jahrhunderts zu versetzen. Hier begann die wunderschöne Holzseebrücke von Heringsdorf. Spuren davon können sie noch der Ostesee neben der jetzigen Seebrücke erkennen. Vor ihnen steht nur die ehemalige Spielbank, die derzeit (Januar 2017) zu einem Gourmet-Restaurant mit Modegeschäft umgebaut wird. Halten Sie sich links, an Anneliese vorbei, dann wieder rechts in die Kulmstraße. Das Seeschloß steht imposant am Platz. Vorbei am Maritim-Hotel Heringsdorf und einzelnen Geschäften passieren sie die Eis-Villa Stein, mit wohl dem besten Eis der Insel Usedom. Insel Usedom hat Berge – naja, kleine zumindest. Es geht bergauf auf den Kulm, links sehen sie die katholische Kirche, fast auf dem Gipfel angekommen, rechts die Villa Achterkerke.

Es geht über den Kulm, der Weg/Straße schlängelt sich durch die verwinkelten Häuser. Nun geht es durch den neuen Kreisverkehr auf die Maxim-Gorki-Straße Richtung Bansin. Vorbei an Appartmenthäusern und der Villa Irmgard (früher auch Maxim-Gorki-Museum genannt) einem Heimatmuseum und eine Gedenkstätte für den russischen Schriftsteller Maxim Gorki im Ostseebad Heringsdorf auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem sie die Ortsgrenze passiert haben sehen sie links den Schloonsee und das Schloon-Idyll, ein Cafe und Restaurant mit hausgemachten Torten und Kuchen.

Sie erreichen Bansin. Schauen Sie sich in der Umgebung der Seestraße um. Orientieren Sie sich zur Ostsee. Frisch eröffnet (2016), das neue Hotel „Kaiserstrand Beachhotel“. Entlang der langen Strandpromenade geht es zurück nach Heringsdorf. Vorbei am Cafe und Restaurant Asgard, einem der älteste Cafes der Insel. Historische Villen wechseln sich mit modernen Appartmenthäusern in der „ersten Reihe“ ab. Bewundern Sie die Ferienresidenz „Haus von Ardenne“, hier hat der berühmte Wissenschaftler seine Zeit an der Ostsee verbracht.

Sie erreichen den Kunstpavillon und den Garten des Maritim-Hotels. Und nur noch wenige Schritte und sie haben fast fünf Kilometer hinter sich.

Spaziergang 3 – Karte

Ca. 10km, lange Wegstrecke. Bei diesem Spaziergang haben Sie etwas vor: 10km. Doch ersteinmal geht es für sie zu einem der Bahnhöfe in den Kaiserbädern, um den Zug der UBB nach Swinemünde zu nehmen. Stündlich fahren die Züge nach Polen – Fahrplan. Ab € 2,50 pro Person können Sie den Zug nutzen – Fahrpreise. Nach wenigen Minuten passieren sie mit dem Zug die Grenze. Links durch die Bäume sehen sie den „Polenmarkt“. Sie kommen am Bahnhof Swinoujście Centrum an. Nun geht es die Wojska Polskiego Richtung Hafen entlang. Moderne Appartmenthäuser wechseln sich mit Wohn- und Geschäftshäusern ab, die aufgrund ihrer Architektur daran erinnern, dass dieses Fleckchen mal zu Deutschland gehörte. Dem Zentrum näher kommend säumen große Mietshäuser die Straße.

In Swinoujście ist in den letzten Jahren sehr viel Geld investiert worden, das sieht der Gast zum einen an den vielen sanierten Gebäuden, den neu entstandenen Häusern als auch daran, dass die Stadt inzwischen der wichtigste Fährhafen Polens ist.

Derzeit ist Swinoujście von polnischer Seite nur über Fähren erreichbar. Aus Deutschland bestehen normale Straßen- als auch seit ein paar Jahren, eine Eisenbahnverbindung. Polen plant nunmehr, einen Straßentunnel unter der Swina zu bauen, um die Stadt für polnische Gäste noch attraktiver zu machen.

Die Kirche der Stadt ist nun vor ihnen zu sehen. Links das 2016 eröffnete „Corso“-Einkaufszentrum. Klar, wer shoppen will, geht hinein. Sie erreichen die Christus Kirche der Stadt, mit einer von der Decke hängenden Kogge.

Der Hafen und die Passage der Swina durch Swinoujście hat eine wichtige Bedeutung für die Stadt und für das Land. Nicht nur der inzwischen wichtigste Fährhafen, zudem ein Hafen für den Umschlag wichtigster Güter – auch die Durchfahrt für die Schiffe, die in das 65km entfernte Stettin, fahren sind von großer Bedeutung. Zudem hat sich Swinemünde zu dem größten und wichtigsten Umschlagplatz für Erdgas des Landes Polen entwickelt. Dies sehen sie an den großen Vorratstanks die auf dem anderen Ufer der Swine in den letzten Jahren entstanden sind. Gleichzeitig hat die Stadt einen großen Marinehafen.

Links, entlang der Hafenkante geht es weiter, bis sie etwa vor dem Terminal der Fußgänger- und Fahrzeugfähre für den anderen Stadtteil links in die Bolesława Chrobrego abbiegen. Hinweis: zu Fuß können sie die Fähre über die Swina hier benutzen. Für Fahrzeuge, die nicht in Swinemünde zugelassen sind, muss man die Fähre südlich der Stadt nutzen.

Durch den Park laufen sie nun zur Promenade. Dort sehen sie am beeindruckensten, was in Swinemünde in den letzten Jahren passiert ist. Die Gefahr, dass diese Seebad den Kaiserbädern auf der anderen Grenzseite den Rang abläuft ist groß. Auch in Deutschland muss etwas passieren. Bereits kurz vor der Promenade sind links viele Appartmenthäuser neu entstanden. Und direkt an der Promenade: das große Radisson-Hotel, mit einer neuen Seebrücke. Hier, an der Promenade haben sie sich eine Pause verdient. Restaurants und Eiscafés wechseln sich ab. Denn gleich kommt der lange Weg zurück.

Knapp 7,5km geht es nun geradeaus, auf der Promenade bis nach Heringsdorf. Vorbei an wunderschönen großen Villen, die leider noch nicht alle saniert sind. Die, die modernisiert sind, strahlen in neuem, alten Glanz. Bis Ahlbeck geht es ab Stadtgrenze ca. 5km durch den Wald, direkt hinter den Dünen. An der schön dargestellten polnisch-deutschen Grenze können sie ruhig den Steg durch die Dünen nutzen und einen Blick auf den schönen Strand der Insel werfen.

Kurz vor Ahlbeck können sie links an der Promenade den Jugendferienpark und Europäische Begegnungsstätte der Sportjugend Berlin entdecken. Auf historischen Grund: in den Jahren 1912/13 wurde das Gebäudeensemble durch eine Stiftung Kaiser Wilhelm II fertig gestellt und bis in die Dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts von Gemeinden und Schulen als Kinderheim genutzt.

Langsam wird es lebhafter, Ahlbeck begrüßt sie. Entlang der Villen geht es Richtung Heringsdorf. Vielleicht machen sie auf dem Weg, wenn sie noch gut zu Fuß sind, einen Abstecher auf die Seebrücke. Anonsten schnur stracks – Heringsdorf ruft.

Wer so fertig ist, dass es zu Fuß nicht mehr weitergehen soll, der kann ab Ahlbeck auch den Kaiderbäder-Express nach Heringsdorf und weiter nach Bansin nutzen.